Einen Streifen Rasenfläche in eine Blumenwiese umwandeln und so Schmetterlingen und Insekten Unterschlupfmöglichkeiten, nektarreiche Blumen und Standorte für die Verpuppung oder Überwinterung bieten.
Ablauf:
Nachdem die administrativen Arbeiten wie Bewilligung, Recherche, genaues Informieren gemacht wurden, konnte am Freitag, 8.5. mit dem ersten Spatenstich die Rasenwüste bearbeitet werden. Der Standort ist sehr sonnig, wurde bis letzten Sommer noch gedüngt und daher wurde entschieden 10-15 cm Rasen abzutragen.
Welche ein «Chrampf», denn es hatte schon seit Tagen nicht geregnet und die Erde war pickelhart. Wir kamen entsprechend langsam und nur mit mühseliger Knochenarbeit voran. Das Resultat am Schluss des Tages war etwas deprimierend…
Nichts desto trotz, waren die Schülerinnen und Schüler voll dabei und begeistert den Nachmittag einmal anders zu verbringen. Der Werkhof hat uns die nötigen Stechschaufeln, Schubkarren und eine Mulde zur Verfügung gestellt. Der Abwart, der anfangs nicht sehr begeistert war, gab uns noch Tipps und schaute immer wieder vorbei.
Wie sollten wir das nur schaffen? 1 Stunde harte Arbeit und erst ein kleiner Teil der Grasnarben waren abgetragen. Vielleicht würde ja das Plakat helfen, das wir gestaltet hatten? Oder aber das Wetter würde sich für uns günstig wenden.
Und wir hatten Glück, denn dann folgte die nasse Zeit, und die Erde weichte sich bis ca. 20 – 30 Zentimeter Tiefe voll auf. Wir schaufelten und schaufelten – am Dienstag, 12.5. verzichteten die Schülerinnen und Schüler sogar aufs Turnen, um weiterzukommen. In der Zwischenzeit gesellten sich ab und zu auch Schülerinnen und Schüler anderer Klassen zu uns und packten mit an. Der Regen hielt uns nicht auf!
Nach 4 Stunden Arbeit sah das Grundstück schon ganz anders aus! Nur noch 2 Stunden und dann sollten wir den ersten Schritt geschafft haben.
Nach der ersten Bodenbearbeitung sollte man den Boden bis zur Saat ruhen lassen.
Am 1. Juni werden wir das Saatgut säen. Wir verwenden die Mischung aus der Landi-UFA Wildblumenwiese Jubilé CH-55-G, die viele einheimische Wildblumen und Wildgräser, mit einem extrem hohen Anteil an Blumen hat. Die Wuchshöhe beträgt 80-100 cm, die Hauptblüte ist im Mai, die zweite Blüte im August. Die Wiese würde Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Insekten und Kleintiere bieten.
Zuerst werden wir die ganze Fläche oberflächlich bearbeiten und die Kruste mit Rechen etwas aufbrechen. Dann sät man von Hand in zwei Arbeitsgängen aus: einmal in Längs- dann in Querrichtung. Die Fläche werden wir am Schluss sorgfältig anwalzen.
Wildkräuter brauchen dann 4-8 Wochen Zeit, ehe sie auskeimen. Es darf weder gewässert noch gedüngt werden. Nach 8 Wochen gibt es den ersten Säuberungsschnitt, sodass die Bodenbedingungen ideal sind. Im Aussaatjahr sieht man fast nur Unkraut und das Aussehen ist sehr «gewöhnungsbedürftig». Erst nach der ersten Überwinterung, also im zweiten Jahr, können wir uns dann über die farbigen und schönen Wildblumen erfreuen.
Schmetterlinge statt grüner Wüsten!
Kräuter und Blumen statt Rasen.
Lebensraum für Insekten!
Abwarte überzeugen, humusreiche Erde anschaffen, umpflügen (besonders bei wenig Regen ist der Boden sehr hart), Bewilligungen einholen, gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit dem Werkhof suchen und pflegen.
Bestehende Rasenfläche mechanisch beseitigen evt. Pflug, Hacken, Erde, Samen, Schild.
Bestehende Rasenfläche mechanisch beseitigen evt. Pflug, Hacken, Erde, Samen, Schild.
Die Klasse zeigt als «Schulhausälteste», wie man eine nachhaltige, naturnahe Idee konkret umsetzen kann. Alle helfen mit – es wird angepackt!