Schulgarten
Zyklus 3
OS Wünnewil
Wir sind an der OS Wünnewil seit etwa 5 Jahren einen Schulgarten am Aufbauen. Die Idee ist, dass wir einen Lernort schaffen, wo die Schüler/innen (SuS) draussen arbeiten und in der Praxis etwas über die Natur lernen. Der Schulgarten soll eine Kombination aus verschiedenen Lebensräumen für Tiere und Insekten, sowie eine Anbaufläche für Nahrungsmittel sein. Dabei ist es nicht das Ziel möglichst viel Ertrag zu erzielen, sondern zu experimentieren und möglichst viel daraus zu lernen. Der Garten ist in stetiger Entwicklung und bis jetzt haben wir mehrere Kleinstrukturen und eine Anbaufläche erarbeitet. In Zukunft möchten wir die einzelnen Beete noch besser ausbauen und auch ein kleines Gewächshaus mit einer Regentonne installieren, um unseren Wasserverbrauch zu reduzieren und um unsere eigenen Setzlinge ziehen zu können.
Nutzen für die Umwelt
Durch die verschiedenen Kleinstrukturen, die wir in den Schulgarten einbauen entstehen viele Lebensräume für Insekten und andere Tiere. Wir haben mittlerweile ein Biotop, ein Sandhaufen, ein Totholzhaufen, ein Steinhaufen und eine kleine Steinmauer. In Planung ist noch eine grosse Naturhecke mit einheimischen Hölzern, um den Lebensraum für Vögel und weitere Tiere zu erweitern. Indem wir regelmässig im Schulgarten arbeiten, lernen die SuS wichtige Erkenntnisse über die Natur und Umwelt, die sie dann im optimalen Fall zu Hause auch umsetzen können.
Herausforderungen
Ein Schulgarten ist am Anfang ein ziemlich herausforderndes Projekt. Es brauchte etwas Zeit, um zu realisieren, dass es ein ständiger Prozess ist und sich ein solches Projekt entwickeln muss. Am Anfang war die Schwierigkeit, ein Feld in eine anbaufähige Fläche umzuwandeln. Steine und Unkraut waren da vor allem ein Problem. Dazu kam das Material mit einem begrenzten Budget zu organisieren. Im Moment haben wir vor allem noch mit dem Unkraut und den Nacktschnecken zu kämpfen.
Wir bekamen viel Material gratis von verschiedenen Orten. Weideäste, Haseläste von Bekannten für die Umzäunung. Werkzeuge hatten wir auch viel Unterstützung von Bekannten und der Gemeinde. Steine haben wir von einem Bauernhof bekommen und Sand/Kies von einem Kieswerk in der Nähe. Pflanzen haben wir die meisten versucht selbst mit Samen zu ziehen. Die Nacktschnecken versuchen wir mit natürlichen Fressfeinden und Schneckenkragen abzuwehren.
Material
Schaufeln, Hacke, Schlauch, eine Abdeckung, Gartenhandschuhe, Stiefel, Kleider die dreckig werden können, Pflanzen, Weideäste, Haseläste, Steine, Sand, Kies, Erde, Kompost, …
Kosten
Schaufeln, Hacke, Schlauch, eine Abdeckung, Gartenhandschuhe, Stiefel, Kleider die dreckig werden können, Pflanzen, Weideäste, Haseläste, Steine, Sand, Kies, Erde, Kompost, …
Das macht unser Projekt besonders
Wir sind seit einigen Jahren an diesem Projekt und haben bereits sehr viel Unterstützung von verschiedenen Seiten erhalten, was überwältigend war. Obwohl ich sehr viel Wissen noch am Aufbauen bin und weiter entwickeln muss, bin ich von unserem Projekt überzeugt. Die Schüler/innen sind mit voller Motivation und Freude dabei. Wir hatten schon einige Aha-Erlebnisse und eine weitere Schule inspiriert, ein ähnliches Projekt aufzuziehen. Zudem arbeiten wir daran, das Projekt stetig zu erweitern.